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TV-Umsetzer 2. und 3. Kette: Aufbau des Fernsehumsetzer-Netzes

Zweites Fernsehprogramm für Berggebiete

Ausbau des Fernseh-Netzes. Zweites Fernsehprogramm für Berggebiete.

    48 Umsetzer-Stationen innert 2 Jahren

Dies war 1968 der kürzeste Auftrag, sowohl bei der Auftragserteilung wie auch die Vorgabe für den Abschluss-Termin:

Projektleitung und Management für: Planung, Beschaffung der Umsetzer und Antennen, Installation und Inbetriebnahme von 48 Fernsehumsetzern zur Fernseh-Versorgung der Berggebiete mit dem 2.Fernsehprogramm.

1968 mit Abschluss innert 2 Jahren.

 

Weil sich die Bergbevölkerung gegenüber dem Mittelland bei der Fernsehversorgung benachteiligt fühlte und sich beim Bundesrat beschwerte, versprachen die PTT den Berggebieten innert 2 Jahren das 2. Fernsehprogramm zu bringen. Auf Grund einer kurzen Vorabklärung über die Gebiete mit ungenügender Fernseh-Versorgung erachtete Herr Bernhard Delaloye, Direktor der Radio- und Fernsehdienste, in Absprache mit dem Sektionschef, den Bau von 48 Fernsehumsetzern an bestehenden Standorten als dafür erforderlich.

Herr Gerhard Riesen, stellvertretender Direktor des Abendtechnikums Bern würde es begrüssen, wenn Viktor Colombo vor Diplomabschluss am Abend-Technikum noch eine technische Arbeit überbunden würde um den Vorgaben zur Erlangung des Diploms zu genügen. (seine Grundausbildung ist Handel und Verkehr, kein technischer Beruf, was beim Studienantritt übersehen wurde)

Der Auftrag war kurz und bündig. Da Viktor Colombo bereits auf Grund des Baus des Fernseh- und Radio-Kabelverteilnetzes für Neuenegg auf privater Basis über genügend technische und organisatorische Vorkenntnisse verfügte, war dies ein recht interessanter und wohl einmaliger Auftrag. Mit Befremden musste er aber zur Kenntnis nehmen, dass es dazu keine Vorarbeiten gab. Weder eine Frequenzplanung, noch Basis-Offerten für Umsetzer und Antennen und auch keine Lieferfirmen waren involviert. „Du musst das organisieren, Mitarbeiter haben wir keine“ war die Antwort von Vizedirektor Bernhard Delaloye. Nach 15 Minuten war das Gespräch beendet und der Auftrag mit weitgehenden Kompetenzen in Mio-Höhe erteilt.

Die Frequenz- und Bauplanung musste in Nachtarbeit umgehend erledigt werden. Dank guten kollegialen Absprachen mit dem Sektionschef und den Mitarbeitern der Sektion Fernsehumsetzer, mit der einvernehmlichen Kontaktnahme mit möglichen Lieferfirmen Plisch-Fernsehumsetzer in Viernheim (D) und WIPIC-Antennenbau, in Zürich, der Material-Eingangskontrolle, dem Transportdienst, den internen Finanzdiensten und nicht zuletzt auch den betroffenen Kreisdirektoren gelang was so kurzfristig Niemand als realisierbar gehalten hat. Der Dank gilt allen Beteiligten für den aussergewöhnlich harten Einsatz, mit viel unbezahlter Überzeit- und Nachtarbeit.

Fernsehumsetzer-Station Riffelalp

Termingerecht wurde die letzte der 48 Stationen, „Wattenwil“, in Betrieb genommen und Bernhard Delaloye gewann seine Wette (ein Karton Wein) die er mit dem Direktor der Forschung und Entwicklung, Herr Willy Klein, auf den termingerechten Abschluss gesetzt hatte. Dies vernahm man aber erst später doch hat sich Bernhard gegenüber Viktor und seiner Frau mit einer Einladung ins Wallis bedankt.

Inbetriebnahme des ersten Fernsehumsetzers für die 3. Fernsehprogramm-Kette

Am 18. Dezember 1970 konnte zudem, zusammen mit dem Sektionschef der Generaldirektion PTT, Herrn Werner Walter, und dem Kreisdirektor Rapperswil Herrn Emil Ganz der erste Fernsehumsetzer der Schweiz für das 2. und zugleich 3. Programm in „Haslen“ (Kt. Glarus) in Betrieb genommen werden.

 

 

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