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Klicken zum vergrössernDer Gedanke, auf den Meeren mit eigenen Schiffen unter der Schweizer Flagge zu fahren, ist verhältnismässig alt. Bereits im Jahre 1864 unternahm der Bundesrat eine Umfrage bei den Seemächten, um darauf hin gegebenenfalls die Schweizer Flagge zur See einzuführen.

Leider zeigte diese Umfrage kein ermutigendes Ergebnis, und somit wurde der Gedanke bis auf weiteres fallen gelassen.

Die Schweizer Flagge zur See

Klicken zum vergrössernIm ersten Weltkrieg litt die Schweiz unter der zunehmenden Schiffsraumknappheit und man versuchte, sich mit gecharterten ausländischen Schiffen zu behelfen, was aber mit grossen Verlusten endete. Im Jahre 1921 anerkannte die Internationale
Verkehrskonferenz von Barcelona ausdrücklich das Recht der Binnenstaaten, auf den Meeren ihre Flagge zu zeigen, sofern deren Schiffe an einem einzigen bestimmten Ort ihres Gebietes eingetragen sind. Dieser Ort gilt als Registerhafen.

Während des letzten Weltkrieges, am 9.April 1941, musste der Bundesrat den Entschluss fällen, zur Sicherung der Landesversorgung mit lebenswichtigen Gütern eine eigene Schiffsflotte unter Schweizer Flagge zu betreiben. Dazu haben verschiedene Reedereien mitgeholfen. Schweizer Schiffe durften in diesen Krisenzeiten nicht allein von ausländischen Besatzungen abhängig sein. Da auch der Flugverkehr zum Erliegen kam stiegen 6 Funker und 6 Piloten, die bei der Swissair und Radio-Schweiz in Ausbildung waren, nach Erhalt der Flugfunkbrevets in den Schiffsfunk um. Aber noch heute fahren etwa 35 Frachtschiffe verschiedener Reedereien unter Schweizer-Flagge zur See, allerdings mit vorwiegend ausländischer Besatzung.
 
Für die Schweiz ist in Krisenzeiten die Versorgung mit wichtigen Gütern nach wie vor lebenswichtig. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL)ist beauftragt auch in Friedenszeiten eine allfällig aussergewöhnliche Landesversorgung zu sichern, auf dem See- dem Land- oder dem Luftweg.

Für Schiffsneubauten ist das BWL zuständig, als Garant für die Reedereien günstige Kredite zu erwirken. Bis heute musste der Bund noch keine finanziellen Leistungen erbringen.

Weitere Informationen

Schweizerisches Seeschifffahrtsamt
Elisabethenstrasse 33
Postfach
4010 Basel
Telefon 061 270 91 20
Fax 061 270 91 29