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Klicken zum vergrössernDas grosse Angebot an TV-Programmen verlangte den Einsatz der Sonderkanäle (Kanäle ausserhalb der Fernsehkanal-Bereiche. Weil die TV-Programme über Koaxialkabel verteilt werden, werden die Dienste in ihren zugeteilten Frequenzbändern nicht gestört) und bald einmal genügten auch diese nicht mehr.

Die Verwendung von Nachbarkanälen war jedoch verboten, weil die Trennschärfe der Fernsehempfänger ungenügend war. Eingehende Abklärungen, bei denen auch Herr Heinz Brand Ing. (Forschung und Entwicklung PTT), einen wesentlichen Beitrag geleistet hat, ergaben, dass bei einer zusätzlichen Absenkung des Tonträgers eine Nachbarkanal-Belegung möglich wird. Dazu musste aber ein sehr schmales Filter auf den Tonträger gesetzt werden das im Handel nicht erhältlich war und somit selbst entwickelt werden musste. Über die dafür erforderlichen Messgeräte verfügte ein Kollege der Forschung und Entwicklung, Herr Jürg Furrer, der half das Filter herzustellen. Verwendet wurde das Gehäuse ohne Inhalt eines anderen Filters der Firma Siemens.

Die Ergebnisse entsprachen den gestellten Bedingungen und so wurde die Kopfstation Geretsried trotz Verbot für 18 Fernsehkanäle in Nachbarkanalbelegung konzipiert.

Dies war für derartige Teilnehmer-Verteilanlagen weltweit erstmalig. Grund genug für eine Einladung zu eine Demonstration im nahegelegenen Restaurant Schwanen, in Niedermettlen bei Überstorf.

Die Vorführung an der kompetente und massgebende Vertreter der Generaldirektion PTT, von Siemens München, der Fernsehgeräte-Industrie, der interessierten Fach- und Handelskreise wie auch Vertreter der Gemeinde-Verwaltungen Flamatt und Neuenegg sowie der Medien teilnahmen, war überzeugend.

Das Verbot einer Nachbarkanalbelegung wurde umgehend aufgehoben.

Kurz darnach, am 8.Februar 1972 hat die Firma Bosch, Berlin, die Tonfilter nachgebaut und mit der Artikelbezeichnung TFF 21 etc. in das Verkaufsprogramm aufgenommen.

Verhandlungen mit Herstellerfirmen von TV-Geräten führten schliesslich auch in kurzer Zeit zu Verbesserungen bei künftigen Geräten.

Mit der Weisung Ra Nr.2 vom 2.Februar 1982 wurde die von Viktor Colombo anlässlich der Einweihung der Anlage Geretsried vom 2.November 1973 vorgestellte Machbarkeit von Nachbarkanalbelegungen durch Tonträger-Absenkung anerkannt. Die Kreisdirektionen wurden angewiesen den Tonträger auf -13dB gegenüber dem Bildträgerpegel abzusenken und die Arbeiten bis 1.März 1982 abzuschliessen.

Bau der neuen Anlage

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http://colmail.ch/kabelnetze/nachbarkanalbelegung#sigProId6440c5a029