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Empfangsstation für Radio- und TV-Programme

Klicken zum vergrössernAuf Grund der ersten Erkenntnisse und Erfahrungen mit dem Kabelverteil-Netz für Fernseh- und Radioprogramme in Neuenegg begann Herr Ernst Muster, Radio- und Fernsehgeschäft in Flamatt, seinerseits mit dem Bau eines Verteilnetzes für Flamatt. Die oberhalb des Dorfes bestehende Kopfstation für das Kabelnetz Flamatt hätte ebenfalls für das inzwischen grössere TV-Programmangebot ausgebaut werden müssen. Der Vorschlag, eine gemeinsame neue Empfangs-Kopfstation für Neuenegg und Flamatt zu erstellen um die Kosten teilen zu können, wurde von Herr Muster positiv aufgenommen.

Standort bestimmen: Landstuhl oder Geretsried

Klicken zum vergrössernMit einem Helikopter wurde der bestehende Standort auf dem Landstuhl neu ausgemessen (Antennen-Höhenfunktion) aber auch der optisch besser gelegene Standort in Geretsried ins Auge gefasst. Tatsächlich waren dort für die deutschen TV-Programme bessere Empfangsbedingungen zu finden und der Standort ist über das Strässchen zu den Liegenschaften Geretsried im Winter besser erschlossen. Für weitere TV-Programme zeigte sich in nur ca. 150m Abstand ebenfalls ein guter Empfangsstandort.

Zusätzliche Messungen folgten zu verschiedenen Jahreszeiten mit mobiler Hebebühne, Ausziehmast und Messwagen

Während in Geretsried der Kauf eines Landstücks nur eine Kostenfrage war, musste Herr Viktor Colombo den beabsichtigten Neubau, Gebäude mit Mast, in Fribourg mit einem ausführlichen Vortrag über die neue Kabelnetz-Technik erläutern und besonders begründen. Im Baugesuch das vom Architekten Erich Brülhard, Überstorf, für die Baueingabe bereitgestellt wurde, hatte er vorgesehen den in Lugano nicht mehr benötigten 30m hohen Richtstrahl-Gittermast, neu aufzubauen. Infolge seiner Lage inmitten des Wohngebietes in Lugano konnte er nicht einfach umgelegt werden, sondern wurde sorgfältig abgebaut. Für weitere Antennen-Montagen wie auch aus Blitzschutzgründen war vorgesehen, den für die weiteren Bedürfnisse zu schwachen TV-Rundmast der PTT von "Les Ordons" zusätzlich auf den 30m Gittermast aufzusetzen. Diese Konstruktion wurde von der Firma Klopfstein in Laupen ausgeführt. Somit ergab sich eine geplante Gesamthöhe von rund 50m.
Dies war für die zuständige Behörde verständlicher Weise keine Routine-Baubewilligung mehr.


Bereits während der Nachkontrolle der Empfangsmöglichkeiten Geretsried begann Viktor Colombo mit der Montage der ersten Mastelemente

Ausmessen der Standorte   

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Bau der Kopfstation (Gebäude ist Mastfundament zugleich)

Klicken zum vergrössernDas einmalig Neue war auch, dass das 6m x 4m grosse Gebäude für die Verstärkeranlagen gleichzeitig als Mastfundament erstellt wurde. Diese elegante Lösung wurde von Herrn F. Hauenstein, Ing. Prok. v. Roll Bern, Ingenieur der Firma von Roll, berechnet.
Die Bauarbeiten wurden durch den Baumeister P. Schmutz, Überstorf, ausgeführt.

Besonderheiten sind ausserdem ein über die Norm hinausgehende grosses sternförmig angelegtes Erdnetz für den Blitzschutz, die unterirdische Zuführung der Stromversorgung und des Telefonanschlusses durch einen Schacht zur Vernetzung mit dem Erdnetz.

Bau Gebäude

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Innenausbau

Für den Innenausbau wurden die ortsansässigen Firmen beigezogen. Den Teppich hat Paul Egger, ein Absolvent der Abendschule für Schiffsfunker, Bern, der von Beruf Bodenleger war, gratis eingelegt.

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Die Masten von Lugano und Les-Ordons

Die mit der Bahn von Lugano angelieferten Mastelemente wurden mit dem geliehenen Lastfahrzeug des Baugeschäfts Zürcher am Bahnhof Flamatt abgeholt und nach Geretsried transportiert.

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Mast-Montage

Die Montage des Mastes von Lugano erinnerte an einen Meccano Spielbaukasten, nur etwas grösser. Teilweise in Nachtarbeit mit Taschenlampenlicht wurde er in Geretsried von Viktor Colombo zusammengebaut. Für das Aufstellen des Gittermastes auf das Gebäude musste der grosse Kranwagen der Firma Kehrli+Oehler, Bern, mit zusätzlichem Ausleger eingesetzt werden.

Schliesslich wollte Niemand mehr auf die Mastspitze, ca. 45m über Boden, steigen um nach der Montage den 15m Rundmast vom Kranausleger loszubinden. Es blieb keine andere Wahl als dass hier Viktor Colombo auch noch hochsteigen musste (ungesichert notabene). Er hatte ein etwas mulmiges Gefühl, wie er nachher verriet, weil es für ihn die erste Mastbesteigung auf diese Höhe gewesen sei.

Anmerkung

Mit dem späteren Verkauf des Kabelnetzes Neuenegg ging auch der Anteil an der Empfangsstation Geretsried in das Eigentum der Firma Ernst Muster über, der später seine Kabelnetze inklusive Geretsried der CABLECOM verkaufte. Heute ist Geretsried im Besitze der SWISSCOM.

Bei einem Sturm wurde die 15m hohe Mastspitze vom Turm gefegt aber bislang nicht mehr ersetzt. Es ist offensichtlich, dass die Verschraubung sabotiert wurde.

Mastmontage

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Antennenmontage

Für die TV-Programme 2 und 3 von Deutschland wurde später noch der Standort westlich, ca. 180m entfernt, gewählt.

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Verstärkerwand mobil

Klicken zum vergrössernZur einfacheren Wartung der Kanalverstärker für die verschiedenen Fernseh- und Radio-Programme wurden die Verstärker an eine Montagewand auf Rollen montiert. Die Antennen-Zuführungskabel wurden flexibel aufgehängt. Montage und Inbetriebnahme waren relativ rasch durchgeführt weil man bereits auf Erfahrungen mit den ersten Anlagen in Neuenegg und auch Flamatt zurückgreifen konnte. Eine wesentliche Mitarbeit wurde von Werner Mohrhoff, Techniker der Firma Muster, geleistet.

Die Koaxialkabel-Leitung von Geretsried nach Flamatt wurde in einem PVC-Rohr durch den Wald, sodann unter der Bahnlinie durch verlegt und anschliessend an die Fussgänger-Brücke über die Autobahn befestigt.
Für den Anschluss des Netzes Neuenegg wurde provisorisch bis zum Bau der neuen Brücke zwischen Flamatt und Neuenegg eine Freileitung mit Primärverstärker (Speisung über Koaxialkabel) über die Sense (Grenzfluss zwischen Kt. Bern und Kt. Freiburg) erstellt.

Verstärker + Inbetriebnahme

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Gebäude-Anbau

Für zusätzliche Anlagen wurde der Raum von 4x4m zu klein. Ausserdem wurde eine kleine Garage für die Diesel-Notstromgruppe erforderlich. Der Anbau erfolgte sodann mit einem weiteren Raum von 4x4m und einer Garage für den Diesel-Anhänger von 4x2m.

Lage und Gebäudeplan

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