Menu

Funk-Kommunikation

HB9XQ  Übermittlungsarten

PACTOR ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma SCS GmbH (Spezielle Communications-Systeme, Röntgenstrasse 36, D 63454 Hanau), und erfordert den Einsatz eines Modems PTC. Das Modem ist kein Billiggerät, arbeitet jedoch bis zu Empfangssignalen von -18dB unter dem Rauschen zuverlässig und betriebssicher. Das SCS-Modem steht vornehmlich im weltweiten kommerziellen Einsatz. Mit den neu entwickelten PACTOR-4 Modems wurde nochmals eine Verdoppelung der Übermittlungs-Geschwindigkeit erreicht

Der Vorteil der Übermittlungsart PACTOR liegt darin, dass Verbindungen bereits mit mobilen Funkgeräten sehr kleiner Sende-Leistung und selbst bei Störungen durch andere Stationen weitgehend noch möglich sind. Dieses Übermittlungs-Verfahren hat weltweit einen guten Ruf und wird in verschiedenen kommerziellen Netzen eingesetzt. HB9XQ-Pactor-Verbindungen schätzen die Sendeamateure auf ihren Segeltörns oder am Ferienort im In- und Ausland besonders weil man dazu keine grossen Sendeanlagen (Funkgerät, Stromversorgung und Antenne) braucht. Die Kurzwellenverbindungen mit der Übermittlungsart PACTOR erlauben nur einen relativ langsamen Datendurchsatz weshalb die Übermittlung grosser Datenmengen, wie z.B. auch von Bildern, für Normalbenützer eines üblichen Internet-Anschlusses ungewohnt lange dauert.

(Hier können die Informationen von Martin Spreng, HB9AUR vom 12.November 2011 im PDF-Format heruntergeladen werden.)

WINMOR  bedeutet WINLINK Message Over Radio und ist ein neues Übermittlungs-Protokoll von Rick Muething, KN6KB, Mitglied des WINLINK-Entwicklungs-Teams. WINMOR wurde bereits am 26.-28. September 2008 in Chicago an der ARRL Digital Communications Konferenz vorgestellt. Anders als für PACTOR wird kein separates Modem benötigt, sondern es wird die Sound-Karte des Computers eingesetzt. WINMOR erreicht nicht ganz die Leistung der Entwicklungsstufen PACTOR-2 oder -3, ist aber schneller und robuster als PACTOR-1,

Besser als die Sound-Karte des Computers ist das „SignaLink“ der Firma Tigertronics, Vertretung Gianora-HSU, Forchstrasse99d in CH-8132 Egg/ZH.

SOFTWARE RMS-Express wahlweise für PACTOR und WINMOR gleichzeitig  einsetzbar

Für den Betrieb mit WINLINK2000 WL2K  (und auch für Direktverbindungen) kann im Internet die Software RMS Express (RMS = Radio Message Server) heruntergeladen werden. Die Software RMS Express ermöglicht wahlweise Winmor- oder Pactor-Betrieb. Siehe Konfigurations-Anleitung.

Die Transceiver von HB9XQ arbeiten mit 100W und Breitband-Dipolen sowie Multiband-Antennen, zur Zeit auf den folgenden Frequenzen (Dial-Frequenzen, USB):

PACTOR HB9XQ:               3'613 kHz, 7'054 kHz, 14'119 kHz

WINMOR HB9XQ-5            14‘116kHz

WINMOR HB9XQ-6:           19-07 UTC  3'617.5 kHz

                                            07-19 UTC  7‘056.5 kHz

Download Software RMS-express

http://www.winlink.org
ftp://autoupdate.winlink.org/User%20Programs/

Anleitung Software RMS-express konfigurieren (siehe unter Hilfe)

Mobile Funkanlagen

Der Betrieb über HB9XQ ist nur Sendeamateuren gestattet und ist kostenlos.

Mobile Kurzwellen-Funkanlagen mit etwa 100W Sendeleistung und Zubehör kosten rund CHF 2500.-, das besondere SCS-Pactor-Modem etwa CHF 1000.-. An den Laptop/Notebook mit seinem Betriebssystem werden keine hohen Anforderungen gestellt. Bereits ein älterer Laptop oder eines der heute im Handel billig erhältlichen neuen Mini-Notebooks genügt den Anforderungen. Die Funkgeräte können am Stromnetz wie auch an einer Autobatterie mit 12V betrieben werden. Als Antenne wird meist ein einfacher Draht verwendet.

Erforderlich sind:
- Ein Transceiver mit USB
- Ein SCS-Modem - Ein Laptop (kann durchaus ein älteres Modell sein)
- Ein Verbindungskabel Modem-Transceiver (kann mitbestellt werden)
- Ein RS232- oder USB-Verbindungskabel Laptop-Modem

Das Modem ist lieferbar von der Firma:
Spezielle Communications-Systeme GmbH & Co.
Röntgenstr. 36 D 63454 Hanau Deutschland
+49/6181850000 (9-12h) FAX: +49/6181/990238

Funkverkehr

Spam ist besonders lästig. Empfehlenswert ist deshalb, sich vorerst mit einem Programm wie z.B. „Mailwasher“ aufzeigen zu lassen, was für Mails anstehen und die unerwünschten Mails als Erstes zu löschen.

Die Erfahrungen haben aufgezeigt wie wichtig es ist diejenigen Programme auf dem PC inaktiv zu schalten, die selbsttätig nach Upgrades suchen (siehe Konfigurations-Anleitung)

Kommerzielle Funkverbindungen

Für den uneingeschränkten Datenverkehr stehen verschiedene Kurzwellen-Basisnetze gegen Entgelt zur Verfügung. So auch der Nachfolgedienst von Bern-Radio, der von der SWISSCOM unter dem Namen „Maritime Communications“ neu aufgebaut wurde.

Seit längerer Zeit steht auch das amerikanische WNLINK-Netz zur Verfügung, das einerseits auf kommerziellen Frequenzen für kostenpflichtigen Verkehr und der Software "Sailmail" und andererseits auf Amateur-Frequenzen für Sende-Amateure kostenlos mit der Software "Airmail" zur Verfügung steht. Dieser Dienst verfügt weltweit über rund 50 vernetzte Basistationen.

Für kommerzielle Verbindungen, z.B. auf Jachten, ist zudem darauf zu achten, dass das Funkgerät den entsprechenden technischen Bedingungen genügt, zugelassen ist, und vom Bundesamt für Kommunikation in Biel „BAKOM“ eine Betriebslizenz vorliegt. Eingesetzt wird das gleiche SCS-Pactor-Modem.

Zulässige Kommunikation für Sendeamateure

Um den Sendeamateuren die gleichen Möglichkeiten wie auf dem Internet zu sichern hat Viktor Colombo beim BAKOM eine erweiterte Zulassung von Kommunikationsinhalten erwirkt.

Den Sendeamateuren ist heute gestattet über ihre Funk-Internet-Verbindungen öffentlich zugänglichen Informationen aus dem Internet abzurufen und persönliche, nicht kommerzielle E-Mails, SMS oder FAX zu übermitteln. Nicht zulässig sind nach wie vor rechtsgeschäftliche Mitteilungen, sowie die Übertragung von Informationen die von Dritten stammen oder für Dritte bestimmt sind.

Ausserordentlicher Datenverkehr bei Ausfall öffentlicher Netze

Es stellt sich immer wieder die Frage, inwieweit Kurzwellenverbindungen der Sendeamateure im Katastrophen- oder Konfliktfall von Nutzen sein könnten, insbesondere auch dann, wenn die Satellitenkanäle für die Medien über Gebühr vermarktet werden und dadurch bestehende lebenswichtige Verbindungen für Hilfe und Rettung ausfallen oder auch wichtige Versorgungs-Verbindungen nicht oder nur noch unzureichend möglich sind (man erinnere sich der Tsunami-Katastrophe).

Deshalb betreibt die Schweiz, wie auch die meisten anderen Länder, Kurzwellen-Funkanlagen die im Dauerbetrieb stehen. Erfahrungsgemäss kann  im Bedarfsfall mit Sicherheitsanlagen nur gerechnet werden, wenn diese dauernd genutzt oder betrieben werden. So bieten die Dienste "Maritime Comunications" der SWISSCOM (vormals Bern-Radio)  und der Botschaftsfunk derartige Sicherheitsverbindungen. Die landinternen Verbindungen sichern sich durch die immer engere Vernetzung .selbst ab. Wichtig ist dabei, dass aus Kostengründen an der Sicherung der Vernetzung nicht gespart wird.

Für die Schiffe ist die Sicherheit durch das neue „General Mobil Distress Safety System" (GMDSS) über besondere Satelliten sichergestellt.

Sponsoring gesucht

Der Betrieb über HB9XQ ist kostenlos. (Ausnahme: kostenverursachende Kommunikation). Selbstverständlich sind Zuwendungen zur Deckung der laufenden Betriebskosten sehr willkommen.

Besten Dank für die bereits eingetroffenen Unterstützungsbeiträge, denn bislang wurde die Beschaffungs- und Unterhalts-Kosten grösstenteils von Viktor Colombo, HB9MF, getragen.

Kontakt: Viktor Colombo, HB9MF
Postcheck-Konto: 60-767595-4

Experimental Amateur Telecommunications Club (XATC)                    
Postfach, 3001 Bern                                                                                                  
3001 Bern
+41 31 741'10'23
colombo@bluewin.ch