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Theorie und Praxis-Kurse

Gründung

Gegründet wude die Schule von Viktor Colombo auf privater Basis im Jahr 1960. Sie wurde 25 Jahre lang zu einem seiner Hobbys. Mitgeholfen haben Freunde, Kollegen und Kolleginnen, oft auch ohne Entschädigung. Das Kursgeld wurde zum grossen Teil für die technischen Anlagen eingesetzt, um das gleiche Niveau wie die Tagesschulen im Ausland anbieten zu können. So bestand mit der Seefahrtschule Bremen ein freundschaftlicher Kontakt und Informationsaustausch.

Der erste Kursabend der Abendschule fand im Frühjahr 1960 mit 4 angehenden Schiffsfunkern und Sendeamateuren im Büro von Viktor Colombo bei der Generaldirektion PTT, Schwanengasse 10 in Bern, statt. Im ersten Lehrjahr wurden jeweils auch Sendeamateure ausgebildet, weil in Technik und Morsen der gleiche Lehrstoff wie für Schiffsfunker vermittelt werden musste. Damals wurden für die Sendeamateurprüfung in Technik mehr Kenntnisse als heute verlangt.

Viktor Colombo erteilte Unterricht in Technik und Morsen bis 60 Zeichen pro Minute. Den Morsekurs für Anfänger übernahm dann während langer Jahre Georges Brantschen, ebenfalls Berufstelegraphist

Heinz Oswald war Berufskollege von Viktor Colombo und selbst zur See gefahren. Er hat während all den 25 Jahren des Bestehens der Abendschule massgeblich zur Ausbildung der Schiffsfunker beigetragen und die angehenden Schiffsfunker im zweiten Lehrjahr in seefunkspezifischen Fächern, wie Konzessionsvorschriften, Radioreglement, Sicherheit zur See, Notverkehr und Morsen bis Tempo 100 Zeichen pro Minute, unterrichtet.

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Theorie und Praxis

Bald aber wurden es immer mehr Schüler, so dass neue Räumlichkeiten gesucht werden mussten. Einige Jahre wurde der Unterricht im Singsaal des Viktoria-Schulhauses, Viktoria-Platz, Bern, erteilt. Dann stellte die Radio-Schweiz AG der Abendschule ihren Instruktions-Raum, ebenfalls am Viktoriaplatz, zur Verfügung. Als dann 1972 das Hochhaus der Forschung und Entwicklung an der Stadtgrenze zu Ostermundigen bezogen werden konnte, durfte die Schule das Auditorium mit 200 Sitzplätzen benutzen. Waren es Ende der 60er Jahre noch etwa 50 Schüler, stieg die Zahl in den 70er Jahren sogar einmal auf 120 an. Erwähnenswert ist, dass auch mehrere Frauen die Funkerprüfung bestanden haben und zur See gefahren sind oder noch heute eine Amateur-Funkanlage betreiben

Mit der Zeit wurde der theoretische Unterricht durch eine Ausbildung in der praktischen Funkverkehrsabwicklung sowie der Wartung von Radargeräten und Funkanlagen erweitert. Dazu wurde die Schule auch mit finanziellen Beiträgen von Schweizerischen Reedereien unterstützt. Für die praxisnahe Ausbildung konnten ausgemusterte Funkanlagen, wie auch ein See-Radar, die der Schule von Reedereien geschenkt wurden, eingesetzt werden. Allerdings war für die Revision der Anlagen noch ein erheblicher Aufwand notwendig. Die See-Radar-Anlage auf einem VW-Bus und die betriebsbereite Schiffsfunkanlage mit dem Rufzeichen HBDY an Land im Dorf Neuenegg bei Bern für den Übungs-Verkehr mit der schweizerischen Küstenfunkstelle Bern-Radio, aber auch Verbindunskontrollen mit ausländischen Küstenfunkstellen, werden wohl einmalig bleiben.

Praxisnahe Weiterbildung für Schiffsfunker, Skipper und Sendeamateuren

Um das Berufsinteresse, aber auch das Interesse an der Kommunikation als Segler oder Sendeamateur zu fördern wurde ein VW-Bus mit Kurzwellen- und UKW-Funkgeräten ausgerüstet. Dies weil ein Betrieb von Funkanlagen wegen möglicher Störungen in der Stadt problematisch war. Es hatte noch keine Kabel-Fernsehanlagen, weshalb bereits geringe Störungen zu Reklamationen führen konnten. Eingesetzt wurden modifizierte kommerzielle wie auch Eigenbau-Geräte. Für den Funkverkehr der Schule musste von der PTT eine Konzession erlangt werden. Zusätzlich hat sich Werner Bopp in Gümligen, HB9KC, bereit erklärt, jeweils abends kleine Gruppen für eine Demonstration von weltweiten Amateur-Kurzwellen-Verbindungen zu empfangen.

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