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pdfLink zu Kurzfassung Geschichtliches 1919-1989 [58 KB]
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Bern-Radio Geschichtliches 1919-1989

In der Schweiz befasste sich die „Schweizerische Obertelegraphendirektion“ in Bern im Jahre 1919 erstmals mit Radiosendern. Am 11.März 1921 wurde der noch zu gründenden „Schweizerischen Gesellschaft für drahtlose Telegraphie“, später Radio-Schweiz AG., die erste Konzession erteilt. Zur Sicherstellung der Einfuhr von lebenswichtigen Gütern während des Krieges beschloss der Bundesrat am 9.April 1941 die Schaffung einer eigenen Hochseeflotte. Für die Organisation war das Kriegstransportamt Bern, unterstellt dem Volkwirtschafts-Departement, in Zusammenarbeit mit den Schweizer-Reedereien, zuständig. Die Generaldirektion PTT erteilte der Radio-Schweiz AG Bern den Auftrag einen Kurzwellen-Funkverkehr mit den Schiffen durch Inbetriebnahme einer Kurzwellen-Küstenfunkstelle sicherzustellen.

Die Bodenstation „Zürichradio“ in Dübendorf mit dem Rufzeichen HBZ für den Verkehr mit den Flugzeugen und einer Sendeleistung von ca. 150Watt wurde der Auftrag zuteil, den Verkehr mit den Schiffen unter Schweizerflagge aufzunehmen. Weil der Flugverkehr in der Kriegszeit zum Erliegen kam, wurden 6 Funker und 6 Piloten zu Schiffsfunkern umgeschult. Die erste Funkverbindung erfolgte am 21.Mai 1941 mit der SS Calanda/HBDA die sich auf Fahrt durch die Meerenge Gibraltar befand auf 6280kHz. Die SS Calanda war das erste von anfänglich rund einem Dutzend im Register der schweizerischen Seeschiffe eingetragene Hochseeschiffe mit Heimathafen Basel. Die Schiffe waren „alte Pots“ mit rund 1500 bis 8000 Bruttoregistertonnen.

Auch für eine Funkverbindung mit einem Rotkreuz-Eisenbahnzug von der Schweiz an die Ostffront über Berlin, für den Transport von Sanitätsmaterial und Zelten sowie die Ärzte und das Pflegepersonal, wurde HEB einmal mit der Sicherstellung einer Funkverbindung betraut.

Nach Kriegsende wuchs die Schweizer-Flotte vorerst auf bis zu rund 50 Schiffen an. Die Küstenfunkstation Zürichradio mit der Flugsicherung wurde im Juni 1949 nach Kloten in eine Baracke verlegt und das Rufzeichen HEZ zugeteilt. Im Frühjahr 1953 verlegte man den Funkdienst in das neue Flughafengebäude Zürich-Kloten. Weil der 125m hohe Antennenmast ein Flughindernis darstellte, wurde in Waltikon bei Zürich eine neue, fernbediente Funkanlage erstellt. Ebenfalls entschied man sich, den Schiffsfunk an den kommerziellen Dienst der Radio-Schweiz AG in Bern abzutreten, was am 11.Februar 1963 erfolgte. Der erste Funkkontakt von Bern-Radio HEB erfolgte mit der M/S Anunciada/HBDM.

Der Ausbau von Bern-Radio

1970 Einseitenband-Telefonie
1974 Radio-Telexdienst mit SITOR
1980 Angliederung von Berna-Radio (Verkehr mit Flugzeugen)
1987 Autotelex Schiff-Land
1988 Die Radio-Schweiz AG wird durch die PTT-Betriebe übernommen
1989 Der Betriebsdienst wird der Fernmeldedirektion Bern übergeben.

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Fotos: Empfangsantenne Hermes, Empfangsantennen Riedern, Marconi Sender in Prangins, Sender in Pragins

Ausgangslage

Bern-Radio, die einzige nicht am Meer gelegene Küstenfunkstelle, vermittelte unter dem Namen Berna-Radio auch Sprach-Verbindungen zu den Flugzeugen und genoss international einen guten Ruf. Bern-Radio verfügt über die Empfangsanlagen in Riedern bei Bern und die Sendeanlagen in Prangins bei Nyon die von Bern aus über Standleitungen mit Riedern und mit Prangins ferngesteuert werden. Das Betriebsbüro befand sich zuerst am Bollwerk und dann an der Laupenstrasse in Bern. Zudem standen in Prangins Anlagen für die UNO und das Rote Kreuz im Einsatz.

Die wesentlich schnelleren und einfacher zu bedienenden Fernmeldeverbindungen über Satelliten brachten einen zunehmenden Rückgang des Verkehrs über Bern-Radio. Satellitenverbindungen, z.B. Inmarsat, waren anfänglich sehr teuer, doch war bereits absehbar, dass diese Verbindungen finanziell interessanter werden müssten. Bern-Radio war somit nicht mehr kostendeckend und der viel zu grosse Personalbestand der Fernmelde-Kreisdirektion Bern von 39 Planstellen für Bern-Radio nicht mehr zu verantworten. Bei der Generaldirektion der PTT-Betriebe sah man sich deshalb veranlasst entsprechende Massnahmen zu treffen.

Projekt und Auftrag

Der für die Mobilfunkdienste verantwortliche Chef, Walter Heutschi, ersuchte am 23/27. Juni 1994 Viktor Colombo um Übernahme des Produkt-Managements und Modernisierung von Bern-Radio, mit dem Ziel einer Kostensenkung. Die im Rahmen seiner nebenamtlichen „Abendschule für Funker“ gepflegten guten Verbindungen, vor allem zur Seefahrtschule Bremen, zu den Küstenfunkstellen Norddeich-Radio, Kiel-Radio und St. Lys-Radio ermöglichten ihm eine rasche Beurteilung des künftigen Bedürfnisses für Kurzwellenverbindungen. Es war kein Geheimnis, dass man weltweit allgemein die Schliessung der Küstenfunkstellen einleitete, dass sich aber alle Länder aus politischen Gründen noch weiterhin Kurzwellenverbindungen sichern. Auch wurde beabsichtigt den Dienst verschiedener Kurzwellen-Anlagen den veränderten Bedürfnissen anzupassen, so zum Beispiel bei Norddeich-Radio und Kiel-Radio mit denen ein besonderer Kontakt gepflegt wurde. Ein privater Besuch bei „Globe Wireless“ in Foster City, und der Half-Moon-Bay, California, zeigte aber auch, dass ein gewisses Verkehrsaufkommen gehalten werden konnte.

Als einzige Lösung zeigte sich folglich nur eine Automatisierung des Betriebes von Bern-Radio.
Infolge der Unterbeschäftigung war die Reduktion des Personalbestandes vordringlich. Leider haben verschiedene vorgesetzte Stellen der Direktion und der Küstenfunkstelle Bern-Radio die veränderte Situation nicht erkannt. Teilweise bestand sogar vehemente Obstruktion gegen Erneuerungen obwohl auch eine Schliessung von Bern-Radio diskutiert wurde.

Eine Schliessung von Bern-Radio kam für Viktor Colombo, der als Sektionschef „Information“ während rund 12 Jahren in Milizfunktion beim Transportamt des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) mitgearbeitet hatte, allerdings nicht in Frage. Anlässlich verschiedener Vorträge über Kommunikation und Organisation begründete er stets nachhaltig die Bedeutung von Kurzwellenverbindungen weil sie von Drittländern unabhängig sind. In Krisenzeiten werden sie, wie auch in anderen Ländern, politisch und für das Land als unverzichtbare Notverbindungen erachtet. Die Bemühungen zur Zusammenlegung Bern-Radio mit dem Botschaftsfunk, dem in Krisenzeiten ebenfalls ein grosser Stellenwert zukommt, mit dem Ziel einer Kostensenkung, blieben leider aus personalpolitischen Gründen erfolglos.

Zusammenlegung Betrieb und Technik auf Riedern

Viktor Colombo beschloss zur Kostenreduktion eine Zusammenlegung des Betriebes in Bern mit der Technik in der Liegenschaft Riedern. Für die digitalisierte Meldungsvermittlung wurden im Gebäude vorerst bauliche Erneuerungen erforderlich. Zukunftsgerichtet wurde für den auf eine unbestimmte Zeit noch benötigten Operator-Raum mit neuen Vermittlungspulten ein Doppelboden zur Verlegung der Verbindungs-Kabel eingebaut. Der Betriebs-Raum wurde zum Technik-Bereich wie auch zur geplanten vollautomatischen Vermittlungsanlage hin durch Glaswände abgetrennt.

Neue Software-unterstützte Operator-Pulte erlaubten eine einfachere Abwicklung des konventionellen Verbindungsaufbaus und der Verrechnung. Ein Operator konnte gleichzeitig zwei Verbindungen herstellen. Leider musste die Software nachträglich von einer anderen Firma nach-entwickelt und fertig gestellt werden weil die betriebsintern empfohlenen Software-Spezialisten die Probleme unterschätzten.

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Vollautom. Datenvermittlungsanlage DTS

Entwicklung der Software DTS (Digital Transmission System)

Mit der Firma EURAF in Cotonou (Benin), die in Afrika bereits begann ein Kurzwellen-Netz für die automatisierte Vermittlung digitaler Meldungen aufzubauen, wurde eine Zusammenarbeit vereinbart um für Bern-Radio mit einigen Zusatzfunktionen ein vollautomatisches Vermittlungs-System in Betrieb nehmen zu können. Die Zusammenarbeit mit Herrn Peter Schulze der Firma EURAF und dem Team der Firma SCS (Special Communications Systems, Herren Thomas Rink, Hanspeter Helfert, Peter Mack und Thomas Rink in Deutschland), die die Modems für das PACTOR-Übermittlungsverfahren herstellt, waren erfolgreich. In den Einsatz gelangte das PACTOR III-Übermittlungssystem.

Beschaffung von Teilnehmeranlagen

Für Teilnehmer wurden vorerst einige australischen Sender-Empfänger Barrett 100Watt beschafft, die sich im Outback bewährt haben und auf Bern-Riedern wurden die Empfänger durch neue Rhode-Schwarz Empfänger ersetzt. Nach einigen Änderungen der DTS-Software war es möglich die Meldungen beidseitig vollautomatisch über das Telefonnetz zu vermitteln. Es konnten nicht nur Mitteilungen sondern auch Bilder übermittelt werden, was als echter Fortschritt gewürdigt wurde.

Die Digitaltechnik erlaubte die Sendeleistung in Prangins stark zu reduzieren, was ebenfalls eine Kostensenkung bewirkte. Zudem sind die SCS-Modems sehr robust und das System erlaubt einen Empfang von Signalen die wesentlich unter der Rauschgrenze liegen (-18dB).

Am Geschäftsführungsrapport vom 28.Februar 1997 wurde nach Vorliegen des Abschlussberichtes zur Vollautomatisierung mit Kosteneinsparungen von rund 1,5 Mio jährlich beschlossen den Operator-vermittelten Flug- und Schiffsfunk weitgehend einzustellen. Der Nachtdienst und die überwachten Frequenzen wurden reduziert und der Personalbestand konnte auf insgesamt 8 Stellen reduziert werden.

Vernetzung mit weiteren Basisstation Ost und West

Nach dem Aufbau und Test der neuen vollautomatischen DTS-Anlage Bern-Radio wurden die Vorabklärungen für vernetzte Basisstationen auf 90 Grad östlich (Malaisia) und auf 90 Grad westlich (Mexico) getroffen. Dank Bekannten von Kurt Schneider, Technischer Dienst Riedern, konnten die gewünschten Standorte gefunden werden. Soweit wäre einem definitiven Gesuch um eine Betriebsbewilligung in diesen Ländern nichts mehr im Wege gestanden. Leider wurden vom damaligen neuen CEO der PTT-Betriebe verschiedene Aktivitäten, Dienste und Liegenschaften mit dem Ziel der Präsentation eines finanziell erfolgreichen Betriebsergebnisses eingestellt, unterbunden oder abgestossen. So fehlten Bern-Radio die weiteren dafür erforderlichen finanziellen Mittel.


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Fotos: Mobile Funkanlage; DTS-Steuerplatine für die Netzeinwahl; Mobile Funkanlage mit Antennenkoppler


DTS-Funkstation für den Betrieb auf der M/V Moléson

Zum erfolgreichen Abschluss des Projektes fehlte aber noch eine Schiffsstation als Teilnehmer des neuen Dienstes von Bern-Radio und damit der gesicherte Beweis der Einsatzbereitschaft der digitalen Übermittlung. Am 23. Mai 1998 (30.10.1998) wurde auf der M/V Moléson der Reederei Suisse-Atlantique (mit Unterstützung durch die Herren Bürgin und Zöllig) eine Barrett-Funkanlage mit Modem und einem Antennen-Abstimmgerät „Smartuner SG231“ installiert. Die Anlage funktionierte erwartungsgemäss problemlos. Als dann aber kurz darauf der Computer an Bord, der von der Schiffsleitung auch weiter für die verschiedensten Programme gebraucht wurde, abstürzte, war guter Rat im wahrsten Sinne des Begriffs sehr teuer.
 

Mobile DTS-Funkstation mit gleichen
Funktionen wie bei Bern-Radio,
zu Test- und Demo-Zwecken
Bild: Barrett-Transceiver mit zusätzlicher Box für Modem SCS Pactor und einer Box für die Steuerung und Einwahl ins Telefonnetz (bei Internet-Anschluss nicht mehr erforderlich)

Solche Kleinanlagen in Verbindung mit einem Computer erlauben die automatische Weiterleitung von Kurzwellen-Verbindungen über das Telefonnetz (neu das Internet) wo immer sie weltweit aufgestellt werden. Die vorgesehene Entwicklung eines Betriebes mit vernetzten Stationen konnte nicht mehr realisiert werden weil, wie erwähnt, die finanziellen Mittel kurzfristig entzogen wurden.
 
 
Schliessung von Bern-Radio

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Der neue CEO der Swisscom, Herr Jens Alder, entschied, alle Dienste die nicht dem Grundauftrag entsprechen, einzustellen. Ein solitärer und schliesslich kostspieliger Entscheid der nicht abgesprochen wurde.


Somit war der erteilte Auftrag Zur Modernisierung und zu Kosteneinsparungen bei Bern-Radio erfolgreich und zukunftsweisend, doch ohne nachfolgende nutzbringende Auswirkungen abgeschlossen - aber nicht endgültig!

Funkertreffen auf den Küstenfunkstationen zum Anlass der Morse-Betriebseinstellung

Am 10.und 11.April 1999 haben sich ehemalige Funker auf Riedern nochmals zusammengefunden um unter dem Sonderrufzeichen Rufzeichen HB9HEB mit Schiffsfunkern auf anderen Küstenfunkstellen letzte Verbindungen zu tätigen. HEB stellte den Morseverkehr definitiv am 27.September 2004 ein.

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Verkauf Bern-Radio

Der Betrieb wurde schliesslich, unverständlich, für den symbolischen Betrag von Fr. 1.- veräussert. Der Übernahme-Vertrag kam mit einer neu gegründeten Firma SWISSRADIO zustande. Kurz darauf zeigten sich finanzielle Probleme und zwei neue Teilhaber wurden aufgenommen. Vermutlich war diesen beiden Teilhabern eine Betriebsführung fremd. Die zunehmende Verschuldung verleitete die neuen Besitzer dazu, sich in Kritik am DTS-System zu üben, mit der Absicht, finanzielle Forderungen gegenüber den Swisscom-Betrieben stellen zu können.

Konsterniert und mit Unverständnis haben die Teilnehmer an der Besprechung vom 19.Januar 2000 die Anschuldigungen des Wortführers der „SWISSRADIO“ zur Kenntnis genommen, beinhaltete der Verkauf von Bern-Radio für nur 1 Fr. immerhin Materialwerte (z.B. neuwertige Marconisender und Rhode-Schwarz-Empfänger) in Höhe eines siebenstelligen Wertes. Die Mängelrüge über ein Nichtfunktionieren von Mail-Anhängen entbehrte der Rechtmässigkeit weil diese Option in der DTS-Software teilweise wohl möglich, aber betrieblich nicht vorgesehen war. Das Verhalten seitens der SWISSRADIO an der Sitzung vom 19.Januar 2000 war deshalb inakzeptabel.

Um dem Interesse der Wirtschaftlichen Landesversorgung (BWL) zu dienen vereinbarte Viktor Colombo mit der EURAF die Vermittlungs-Software dennoch entsprechend zu erweitern sowie auch eine Fernwartung der Anlage zu ermöglichen. Die EURAF schloss diese Arbeiten am 12.April 2000, entgegenkommend ohne Folgekosten, erfolgreich ab. Wie absehbar war der Zusammenbruch SWISSRADIO aber ohnehin nicht mehr zu verhindern und die SWISSCOM musste die noch geschuldeten Mieten, Energiekosten usw. wie auch die erworbenen DTS-Lizenzen in Höhe von Fr. 50'000.-, selbst begleichen.
Am 27. September 2004 wurde Prangins geschlossen.

Der neue Dienst der Swisscom: „MARITIME COMMUNICATIONS“

Auf Intervention von Herrn Michael Eichmann, Sektionschef Wirtschaftliche Landesversorgung, konnte die RUAG für eine Weiterführung des Betriebes gewonnen werden. Leider fehlten auch hier die erforderlichen Fachkräfte.

Herr Eichmann hat sich anerkennenswert unbeirrt erneut für die Sicherstellung von Kurzwellenverbindungen für Krisenzeiten verdient gemacht. Am 1.Januar 2009 übernahm die „SWISSCOM BROADCAST“ den Betrieb von Bern-Radio unter dem Namen „MARITIME COMMUNICATIONS“

Inzwischen stand das Internet zur Verfügung und eine Telefoneinwahl wurde nicht mehr erforderlich. Mit neuer Software, wurde vom beauftragten Produktemanager und Projektleiter, Herr Christian Mayer, der Dienst unter dem Namen „MARITIME COMMUNICATIONS“ wiederum aufgebaut und das Dienstleistungs-Angebot um weitere, für die Schiffe betrieblich relevante Optionen erweitert.

Die viel zu leistungsfähigen Marconi-Sender in Prangins, bei denen lediglich die Sende-Ausgangsleistung herabgesetzt werden konnte, wurden zur Reduktion der Energiekosten durch 1-Kilowatt Sender ersetzt und der Personalbestand nochmals weiter reduziert, weil die Sendeanlagen in Prangins neu fernüberwacht werden können. Der Dienst von „MARITIME COMMUNICATIONS“ umfasst inzwischen auch das vormalige Netz "Kiel-Radio" (Aufbau Herr Reinecke) mit weiteren Vernetzungen. Mehrere Basisstationen rund um die Welt sichern so, wie schon früher vorgesehen, den praktisch ununterbrochenen 24-Stunden-Betrieb mit den Schiffen und interessierten Mobilstationen. Mit einem intelligenten Wahlgerät „ELSE“ wird dem Kunden ermöglicht automatisch jeweils die kostengünstigste Übermittlung seiner Meldungen sicherzustellen.

Mit dem Abschluss der neuen vollautomatischen Datenvermittlungsanlagen und eines weltweiten Verbundnetzes wurde die damalige Initial-Idee zur Modernisierung der schweizerischen Kurzwellenverbindungen doch noch verwirklicht